Beate Herdtle

Plastiken

Figuren, die sich ihren Raum suchen. Sie sind in Bewegung oder verharren an einer Stelle. Sie kommen in Kontakt - mit sich, ihren Mitmenschen und ihrer Umgebung. Manchesmal zeigen sie sich alleine und die Isolation ist spürbar.

Seejungfrau 1, 2014, Raku, 31x26x29 cm

Schwimmende Rosenhüte, 2014
Polyurethan, Schiffslack, Hochstartseil, Haken, Stein, Größe variabel (je 57x54x25cm)



Experiment Landschaft

Kunst in Herrenwies - Schwimmende Rosenhüte

Im schwarzen Wald ein dunkler See

"Nicht nur der Wald, sondern auch das Wasser regt die Fantasie der Menschen seit je her an. Viele Sagen und Geschichten entstanden, so auch die Sage der Seeweiblein. Auf sie bezieht sich Beate Herdtle mit ihrer Arbeit "Schwimmende Rosenhüte".  Die Seeweiblein sind Seejungfrauen, die den braven lBürgern im Haushalt halfen. Waschen, putzen, kochen, backen und so weiter. Außerdem kamen sie zweimal im Jahr zum Tanz nach Forbach und gingen in die Kirche - geschmückt mit Rosenhüten. Die Seeweiblein stehen für den Umgang des Menschen mit seiner Umwelt: Wenn er sie gut behandelt, wird er reich und von ihr beschenkt. Inzwischen hat man jedoch von den Seeweiblein lange nichts mehr gesehen und gehört. Nun scheinen sie wieder aufzutauchen. Am Sandsee sind schon sieben Rosenhüte zu sehen, die gerade eben auf der Wasseroberfläche schwimmen. Der Rest der Seeweiblein mag wohl folgen."


   2) Löchte, Jan: Walk the Line: in: Koch,Udo und Mosler, Mariella (Hg.): Walk The LIne. Experiment Landschaft_Kunst in Herrenwies e.V., Ausstellungskatalog, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 2014, S. 34